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	<description>Digitale Werkzeuge für das Lernen im 21. Jahrhundert</description>
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		<title>Rettet Schwarzenegger die Pädagogik? (Oder zumindest den Wald?)</title>
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		<comments>http://re-learn.de/schwarzenegger-e-books/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 14:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 8. Juni 2009 könnte ein historisches Datum in der Geschichte der Schule werden. Jedenfalls wenn es nach Arnold Schwarzenegger geht. Kaliforniens Governor muss den Staatshaushalt retten und will dazu Schulbücher durch digitale Lernmaterialien ersetzten. Damit wird Schule billiger, einfacher, leichter, schneller, aktueller, ökologischer und bringt Spaß. Soweit die Theorie. Vielleicht bringt aber die Praxis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/EBookReader.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-154" title="EBookReader" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/EBookReader-150x123.jpg" alt="EBookReader" width="150" height="123" /></a>Der 8. Juni 2009 könnte ein historisches Datum in der Geschichte der Schule werden. Jedenfalls wenn es nach Arnold Schwarzenegger geht. Kaliforniens Governor muss den Staatshaushalt retten und will dazu Schulbücher durch digitale Lernmaterialien ersetzten. Damit wird Schule billiger, einfacher, leichter, schneller, aktueller, ökologischer und bringt Spaß. Soweit die Theorie. Vielleicht bringt aber die Praxis die Pädagogik ganz anders in Bewegung, als es Schwarzenegger beabsichtigt.<span id="more-143"></span></p>
<p>In einer Schule am Rande von Los Angeles kündigte <a href="http://twitter.com/schwarzenegger">Arnold Schwarzenegger</a> seine &#8220;<em>first-in-the-nation digital textbook initiative</em>&#8221; an. Zu Schuljahrsbeginn im August 2009 sollen e-books die herkömmlichen Schulbücher aus Papier ablösen. Zunächst in den High Schools für die Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften. Später sollen nach und nach alle anderen Bereiche abgedeckt werden. Da staunt der Pädagoge und der Informatiker wundert sich (und der Druckerverkäufer freut sich, aber dazu später mehr). Werfen wir anhand von <a href="http://gov.ca.gov/index.php?/speech/12462/">Videomitschnitt und Transkript</a>, <a href="http://gov.ca.gov/index.php?/fact-sheet/12455/">fact-sheet</a> und einem <a href="http://www.mercurynews.com/ci_12536333?">Gastbeitrag in der Mercury News</a> einen kritischen Blick auf Schwarzeneggers Vorhaben <em>Leading the Nation Into a Digital Textbook Future</em>.</p>
<p style="text-align: center;"><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9hPi1hrJxFQ&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9hPi1hrJxFQ&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object><br />
(Ausschnitt aus dem <a href="http://gov.ca.gov/index.php?/speech/12462/">insg. 35-minütigen Video</a>)</p>
<h3>Übersicht: Die Argumente</h3>
<p>Werfen wir einen Blick auf die viefältigen Argumente für die digitalen Schulbücher:</p>
<ul>
<li>Gesundheit: Schüler müssen keine schweren Bücher mehr tragen, sondern nur noch leichte USB-Sticks.</li>
<li>Ordnung: Schüler bekommen das papierfreie Klassenzimmer.</li>
<li>Technik: Schüler brauchen nicht unbedingt Rechner und Internet, um digitale Materialien zu bearbeiten.</li>
<li>Umwelt: Papier wird gespart, Bäume werden gerettet.</li>
<li>Finanzen: Der Staat spart viel Geld, das andersweitig besser verwendet werden kann.</li>
<li>Pädagogik: Schüler können mit digitalen Materialien besser lernen.</li>
</ul>
<h3>Das Gewichtsargument: Leichtgewicht USB-Stick</h3>
<p>Bei der Vorstellung von Schwarzeneggers Plänen lassen sich ganz spontan in der Nähe des Rednerpults einige ausgenommen große und schwere Lehrbücher finden, die dem Governor gereicht werden. Der zeigt sich daraufhin als Bodybuilder: Damit könne man ja Gewichtheben üben! Die Komik kippt spätestens danach ins unfreiwillig Lächerliche, als der Superintendent seinem Governor einen USB-Stick vorstellt.</p>
<blockquote><address>Superintendent: &#8220;Governor, that’s a flash drive.&#8221;<br />
Governor: &#8220;Exactly.&#8221;<br />
Superintendent:<br />
&#8220;All of that [schwere Bücher] can be on that [leichter USB-Stick], plus more.&#8221;<br />
Governor: &#8220;That’s right.&#8221;</address>
</blockquote>
<p>Zurück zum Argument: Dass kiloschwere Bücher oft zu schwer für Kinderrücken sind, ist nicht von der Hand zu weisen und beschäftigt seit Generationen <a href="http://www.schwereranzen.de/">Schüler und Eltern</a>. Ein trifftiges Argument für die digitalen Materialien &#8211; zumindest solange anstelle der Bücher nicht ein 3,5 kg schweres Notebook (d)rückt.</p>
<h3>Endlich Ordnung: Kommt das papierfreie Klassenzimmer?</h3>
<p><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/faecher_mit_buechern.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-162" title="faecher_mit_buechern" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/faecher_mit_buechern-150x95.jpg" alt="faecher_mit_buechern" width="150" height="95" /></a> Wenn man zur Zukunft des Buches den Medienwissenschaftler <a href="http://diepresse.com/home/kultur/medien/488026/index.do?from=gl.home_kultur">Norbert Bolz</a> fragt, dann sagt der: &#8220;Ich sehe für das Buch keine Probleme – abgesehen von Lexika und Schulbüchern, die man digital effizienter, eleganter nutzen kann.&#8221; Die Lexika haben <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Gr%C3%B6%C3%9Fenvergleich">wir geschafft</a>, also gehen wir jetzt die Schulbücher an. Wenn das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Gr%C3%B6%C3%9Fenvergleich">papierlose Büro eine Utopie</a> bleibt, wie sieht es dann mit den papierlosen Klassenzimmern aus?</p>
<p>Schlecht, darf man vermuten. Es ist ja nicht so, dass Bücher nur zum Lesen genutzt werden. Im Gegenteil: Gerade eine moderne Pädagogik stellt Prinzipien wie konstruktive also tätige Auseinandersetzung mit dem Lerninhalt, Zusammenarbeit und Eigenaktivität in den Mittelpunkt. Und dafür muss der Lernende schreiben, malen, kritzeln, korrigieren, protokollieren, mindmappen, notieren, kopieren, skizzieren, durchstreichen und vielleicht auch mal zerreißen können. (Und auch in der herkömmlichen Pädagogik ist das Schreiben noch wichtig, auch wenn es sich im schlimmsten Fall auf Abschreiben und Lücken-Ausfüllen beschränkt.) Findet die aktive Auseinandersetzung also nun auf dem Bildschirm statt? Nein, weiterhin auf Papier. Denn:</p>
<h3>Die Technologiebarriere: Irgendwas fehlte &#8230;</h3>
<p>Unvermeidlich stellt sich auch die Frage, ob denn erstens nicht jeder Schüler einen Computer / ein Lesegerät zunächst in der Schule, aber dann auch zu Hause braucht und zweitens wer dies bezahlt. Auch Schwarzenegger bekommt Nachfragen aus dem Publikum, ob denn allen Schülern Laptops gekauft und ob die Pädagogen vielleicht einschlägig weitergebildet werden müssten. Schwarzenegger befindet das für keine schlechte Idee, aber darum gehe es im Moment nicht:</p>
<blockquote><address><em>&#8220;All of these things you are talking about shouldn&#8217;t really be an obstacle. All of these thing can be overcome.&#8221;</em></address>
</blockquote>
<p>In der Praxis wird das Problem der fehlenden Lesegeräte die Idee der digitalen Materialien pervertieren. Sowohl in Kaliforniens Schule als auch in den Elternhäusern der Schüler sind Laptops noch lange nicht flächendeckend vorhanden. Das hat auch Schwarzenegger erkannt, aber ein Problem sei das deswegen noch lange nicht:</p>
<blockquote><address><em>&#8220;&#8230; schools don’t really need to have computers and laptops. It is better when you have it, but if you don’t have it, you can print out this information and it still costs only a fraction of what textbooks cost.&#8221;</em></address>
</blockquote>
<p>Auf Deutsch: Für die digitalen Schulbücher braucht es vor allem eines: Leistungsfähige Drucker und sehr, sehr viel Toner und Papier. <span style="font-size:0.7em">(Und jetzt raten wir mal, in welchem US-Bundesstaat der <a href="http://www.hp.com/hpinfo/newsroom/facts.html">weltgrößte Technologie-Konzern und Martkführer in Sachen Drucker</a> seinen Sitz hat und seine Steuern zahlt &#8230;)</span></p>
<h3>Green State California: Rettet die Bäume?</h3>
<p>Nicht nur für ökologisch-motivierte Kalifornier stellt sich die <a href="http://www.freitag.de/alltag/0924-kalifornien-ebook-nachhaltig">Frage nach den ökologischen Folgen der Umstellung</a>: Dem Verbrauch von Bäumen, Wasser und Energie steht v.a. der Stromverbrauch von Computern gegenüber. Das Lesen am Bildschirm schneidet da nicht gut ab. Anders verhält es sich beim Einsatz von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/E-Book-Reader#Leseger.C3.A4te">E-Book-Readern</a> mit niedrigem Stromverbrauch, so dass beim Einsatz von modernen Geräten wie dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amazon_Kindle">kindle</a> tatsächlich eine günstigere Ökobilanz zu erreichen wäre. Die Möglichkeitsform bleibt allerdings auch hier ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktiv#Irrealis">Konjunktiv irrealis</a>, denn das tonnenweise Ausdrucken der Materialien führt auch diese Idee ad absurdum.</p>
<h3>Die Kosteneinsparung: eine Milchmädchenrechnung?</h3>
<p><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/schulbuecher-werbung1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-148" title="schulbuecher-werbung" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/schulbuecher-werbung1-150x64.jpg" alt="schulbuecher-werbung" width="150" height="64" /></a></p>
<p>Ob mit Schwarzeneggers Initiative wirklich Kosten einzusparen sind? Wohl kaum. Dem stehen zum einen die Kosten für das Ausdrucken gegenüber. Die Zahlen: Kalifornien hat 6,2 Mio. Schüler an staatlichen Schulen; das Haushaltsbudget für Bücher und andere Materialien beträgt jährlich 350 Mio. Dollar. Macht <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=350000000%2F6200000">laut Taschenrechner</a> gut 56 Dollar pro Kopf und Jahr. Das reicht nach Schwarzeneggers Rechnung übrigens für gut 1/2 Buch pro Schüler und Jahr. Denn Bücher für <a href="http://www.amazon.com/Standards-Driven-Algebra-Textbook-Classroom-Supplement/dp/097493920X/">Algebra</a> oder <a href="http://www.amazon.com/Chemistry-Steven-S-Zumdahl/dp/061852844X/">Chemie</a> können teuer sein, das ist in Kalifornien nicht anders als im deutschsprachigen Raum. Die Summe von 350 Mio. Dollar umfasst übrigens die Kosten für Bücher &#8220;und weitere Materialien&#8221; &#8211; die vermutlich nicht alle digital ersetzt werden können. Dazu braucht es neben den reinen Druckkosten auch weitere Geräte zum Umgang mit den Inhalten (und seien es nur leistungskräftige Drucker). Es braucht eine Infrastruktur zur Distribution. Es braucht (theoretisch-idealistisch) Weiterbildungsmaßnahmen für die digital immigrierenden Lehrer. Und schließlich: Wie wird eigentlich in Zukunft die Entwicklung der Lernmaterialien bezahlt? (Dazu unten mehr.) Da bleibt wenig von 56 Dollar.</p>
<p>Schwarzenegger argumentiert, dass von dem eingesparten Geld zusätzliche Lehrer eingestellt werden können. Das wäre schön. Aber es liegt die Vermutung nahe, dass die Mittel  &#8211; sollten sie tatsächlich nicht alle in die Taschen der Drucker- und Tonerindustrie fliessen &#8211; gar nicht in den Schuletats verbleiben. Schließlich steht Schwarzeneggers Initiative unter den Vorzeichen des <a href="http://www.zeit.de/online/2009/26/kalifornien-haushaltskrise?page=all">kalifornischen Haushaltslochs</a>, dass es zu stopfen gilt.</p>
<h3>Der pädagogische &#8220;Mehrwert&#8221; [oder wie übersetzt man hier <em>achievement</em>?]</h3>
<div id="attachment_194" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/schwarzenegger_in_schule.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-194" title="schwarzenegger_in_schule" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/schwarzenegger_in_schule-150x99.jpg" alt="&quot;just really upgrade all of this&quot; - Arnold Schwarzenegger" width="150" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;just really upgrade all of this&quot; - Arnold Schwarzenegger</p></div>
<p>Immerhin weiß Schwarzenegger, dass es neben Technologie für eine erfolgreiche Pädagogik noch mehr braucht. Nämlich unter anderem: &#8221;<em>the love and the care of the teachers</em>&#8221; (die er als Kind in Österreich erfahren durfte). Es gehe nicht nicht nur um eine technologische, sondern auch um eine pädagogische Weiterentwicklung:</p>
<blockquote><address><em>&#8220;For so many years and decades we&#8217;ve been trying to teach the kids exactly the same way. We&#8217;ve got to update this.&#8221;</em></address>
</blockquote>
<p>Zur konkreten Didaktik allerdings bleibt der Governor im Allgemeinen, ebenso wie die Redner nach ihm. Dabei geht es doch um eine &#8220;<em>world-class education</em>&#8221; und dazu bedarf es etwas mehr als die vorgebrachten Argumente für alles Digitale.</p>
<h4>Lebensweltorientierung</h4>
<p>Vermutlich ist dieser soziologisch-pädagogische Terminus dem Terminator <span style="font-size:0.7em">(uh, versteckter Kalauer - Entschuldigung!)</span> nicht geläufig, aber er weiß um die Umstände:</p>
<blockquote><address>&#8220;<em>Kids, as you all know, today are very familiar with listening to their music digitally and online and to watch TV online, to watch movies online, to be on Twitter and participate in that and on Facebook and all of those kinds of things.</em>&#8221; &#8230; &#8220;<em>there’s no reason why our schools should have our students lug around these antiquated and heavy and expensive textbooks </em>&#8230;&#8221;</address>
</blockquote>
<p>Kurz gesagt: Schulbücher sind altmodisch. Da könnte etwas dran sein, zumal in Verbindung mit dem nächsten Argument.</p>
<h4>Aktualität</h4>
<p>Textbücher werden laut Schwarzenegger alle 6 Jahre aktualisiert (was vermutlich schon ein guter Wert wäre &#8211; würden denn alle sechs Jahre die Bücher neu angeschafft werden). Das Argument ist also trifftig: Schüler werden mit entsprechend veraltetem Wissen gefüttert:<em> </em></p>
<blockquote><address><em>&#8220;&#8230; the information the schools feed them is stale and is outdated and is old.</em>&#8220;</address>
</blockquote>
<p>(Allerdings darf man hoffen, dass der deutlich größte Teil mathematischer Grund(er)kenntnisse recht konstant ist, und muss man fürchten, dass auch die Didaktik der Mathematik eher eine Tanker als ein Schnellboot ist.)</p>
<h4>Multimedia + Interaktivität = Motivation</h4>
<p>Vermutlich seit Erfindung des Wortes &#8220;<em>Multimedia</em>&#8221; wird der Begriff von lerntheoretischen Ignoranten immer wieder untrennbar verklebt zusammen mit den Begriffen &#8220;<em>Motivation!</em>&#8221; und &#8220;<em>Interaktivität!</em>&#8221; angepriesen. Nach dieser 1980er-Jahre-Hoffnung gilt: Wenn&#8217;s bunt ist <strong>und </strong>sich bewegt <strong>und</strong> man dann noch etwas anklicken kann, dann passiert das Lernen quasi von ganz alleine, lässt sich gar nicht verhindern. Soweit die e-learning-Theorie 0.1 (beta). In die Reihe dieser konditionistischen Marktschreier fügt sich auch Schwarzenegger ein:</p>
<blockquote><address><em>&#8220;And there will also be more opportunities for interactive learning and you know how exciting interactive action is. Students could read about a science experiment and then click onto a video and then see immediately a kind of demonstration of this science project. This is what kids love and it will make them much more excited about learning.</em>&#8220;</address>
</blockquote>
<p>So einfach ist das. Allerdings ist &#8220;<em>interactive action</em>&#8221; für den Start der Initiative noch gar nicht vorgesehen und soll erst in einem späteren Stadium umgesetzt werden. Solange bleibt es wohl beim old-school <em>passive consuming</em>.</p>
<h4>Zwischenfazit: Die pädagogische Revolution findet nicht statt.</h4>
<p>Mit digitalen Werkzeugen lässt sich in Schulen vieles bewerkstelligen. Aber dafür braucht es mehr als eine pdf-Datei auf dem Laptop, das man von vorne nach hinten aufklappt, wo man vorher eben das Textbuch von rechts nach links aufgeklappt hat. Neben den <em>Neuen Medien </em>braucht es angesichts einer <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=pMcfrLYDm2U">Neuen Welt</a> </em>auch ein <em>Neues Lernen</em>. Aber dazu herrscht in Kalifornien wie <a href="http://www.amazon.de/Neues-Lernen-Medien-netzbasiertes-Kompetenzentwicklung/dp/3639032888/">fast</a> überall Schweigen im (geretteten) Walde.</p>
<h3>Darf man das denn einfach alles kopieren? [nur scheinbar ein Exkurs]</h3>
<p>Der urheberrechts-geschulte (und -geschädigte) Pädagoge wundert sich: Der Staatschef ruft zum beliebigen Vervielfältigen, zum Ausdrucken und Kopieren der Schulbücher auf? Und gemäß seinen Berechnungen ist das bisher für Schulbücher ausgegebene Geld theoretisch zu 100% einzusparen &#8211; also müssen keine Lizenzgebühren bezahlt werden? Die digitalen Materialien bestehen also aus Inhalten, die beliebig kopiert und verteilt werden können? Darf man sie vielleicht sogar verändern und dann weitergeben?</p>
<div id="attachment_179" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/clrn_on_twitter_20090621.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-179" title="clrn_on_twitter_20090621" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/clrn_on_twitter_20090621-150x102.jpg" alt="Twitter-Account von CLRN am 21.06.2009" width="150" height="102" /></a><p class="wp-caption-text">Twitter-Account von CLRN am 21.06.2009</p></div>
<p>Schwarzenegger selber schweigt zu dieser Frage. Wir erfahren: Der Staat stellt eine &#8220;<em>state-approved list of digital textbooks</em>&#8221; bereit. Es gibt also eine staatliche Institution, bei der Lehrbücher eingereicht und ausgewählt werden. Recherchen führen zum <a href="http://www.clrn.org/FDTI/index.cfm">California Learning Resource Network &#8211; CLRN</a>, bei dem die digitalen Materialien eingereicht und ausgewählt werden. Es wäre einen eigenen Artikel wert, das Verfahren und die Veröffentlichung  dieser Institution zu untersuchen. An dieser Stelle soll aber ausreichen, dass man (nicht etwa auf der CLRN-Website, sondern) im <a href="http://bbridges51.edublogs.org/">Blog des CRLN-Chefs Brian Bridges</a> erfährt, dass das Auswahlverfahren ca. Mitte August 2009 abgeschlossen sein soll und <a href="http://bbridges51.edublogs.org/2009/06/16/free-digital-textbook-initiative-complete-submission-list/">welche Bücher</a> eingereicht wurden. Tatsächlich: Die Materialien stehen i.d.R. unter einer <a href="http://de.creativecommons.org/">Creative Commons Lizenz</a>, dürfen also nach Belieben vervielfältigt, verändert und weitergegeben werden.</p>
<h3>Drei Fazite</h3>
<h4>Was bleibt I - Schub für die Medien-Debatte?</h4>
<p>Bei aller Vorsicht und Kritik kann man den Plänen durchaus etwas Positives abgewinnen: Die Diskussion um den flächendeckenden Einsatz digitaler Medien in den Schulen kommt ernsthaft in Gang. Vielleicht wird man in 10 Jahren zurückblickend um das Jahr 2009 herum einige Bausteine sehen, die für den Diskurs um das &#8220;Lernen mit digitalen Werkzeugen&#8221; eine katalysierende Wirkung hatten. Da waren die <a href="http://www.heise.de/newsticker/Venezuela-will-rund-1-Million-Schueler-Notebooks-beschaffen--/meldung/116809">portugiesische und die venezuelanische Laptop-Initiativen</a>, <a href="http://www.cicero.de/97.php?ress_id=4&amp;item=3718">Schavans Vorstoß für ein Laptop pro Schüler</a>, die <a href="http://www.uni-paderborn.de/studieninteressierte/dein-netbook">Netbook-Aktion der Paderborner Uni</a>, das <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/epush/">Hamburger ePUSH-Projekt</a> &#8211; und eben Schwarzeneggers Initiative zur Abschaffung der Lernmaterialien aus totem Holz.</p>
<p>Erste Ausstrahlungen sind schon zu erkennen: Die Wittener SPD hat sich in ihrem <a href="http://spdnet.sozi.info/nrw/eruhr/witten/dl/SPD_Witten_Kommunalwahlprogramm_2009.pdf">Programm zur Kommunalwahl 2009 (pdf, S. 17)</a> offensichtlich die kalifornische Initiative zum Vorbild genommen und fordert, Schüler mit elektronischen Büchern (zunächst für die Naturwissenschaften und Mathematik) auszustatten. Diese sogenannte &#8221;<em>Initiative &#8216;Witten.Lernen.21&#8242;</em>&#8221; will zwar die Schule mit &#8220;hochwertigen und modernen Lernmitteln&#8221; ausstatten. Die neuen Medien freilich gehen nicht mit einer neuen Pädagogik einher, denn erklärtes &#8220;Ziel ist es, in den nächsten Jahren die traditionellen Unterrichtsformen mit modernen Mitteln anzureichern.&#8221;</p>
<p>Bei aller Begrenztheit, Technikfixierung und pädagogischen Kurzsichtigkeit der einzelnen Aktion gilt es, diese Diskussionanlässe zu nutzen, um die wichtigen Fragen in den Vordergrund zu bringen: Wie sieht eine angemessene Pädagogik im 21. Jahrhundert aus? Wie sieht die technische Grundausstattung für Schüler aus, die vor der Einschulung schon SMS tippen, die nach der Schule in Online-Spielen kooperativ arbeiten und die via Internet problemlos alle Antworten finden, die die &#8220;Lehrmittel&#8221;  sie suchen lassen &#8211; ohne dass sie das alles von einem Pädagogen gelehrt wurden? Und wie sieht also ein sinnvolles Zusammengehen von Neuem Lernen und Neuen Medien aus?</p>
<h4>Was bleibt II &#8211; Schulbücher mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Inhalte">Freien Inhalten</a> / Open Content?</h4>
<p><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/07/Trojanisches_Pferd.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-203" title="Trojanisches_Pferd" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/07/Trojanisches_Pferd-121x180.jpg" alt="Trojanisches_Pferd" width="121" height="180" /></a>Was bisher in der Diskussion kaum vorkommt: Quasi als Trojanisches Pferd zieht mit Schwarzeneggers &#8220;Geschenk&#8221; an die Kalifornier eine möglicherweise noch weiterreichende Revolution in die Schulen ein. Folgenreicher als die Frage &#8220;Papier oder Bildschirm&#8221; kann die Frage nach dem Kopieren, Ausdrucken und Bearbeiten der Materialien sein. Schon heute werden in Schulen, zumindest in denen mit fortschrittlicher Pädagogik, die Materialien individuell zusammengestellt (und kopiert) anstatt dass man sich an einem Schulbuch(satz) entlang hangelt.</p>
<p>Für die Bewegung für freie Materialien (vgl. <a href="http://de.wikibooks.org/">Wikibooks</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Educational_Resources">Open Educational Resources &#8211; OER</a>) kann das einen enormen Aufschung bedeuten. Die Erstellung, Akzeptanz und Verbreitung solcher Inhalte, deren Lizenzen zum kostenfreien Vervielfältigen und Weiterbearbeiten einladen, spielen bisher eine marginale Rolle. Was auch an der Finanzierung liegt, denn die klassischen (Verlags-)Modelle funktionieren hier nicht mehr. Bisher ist die vorhandene Unterstützung durch Stiftungen, Spenden oder staatlichen Förderungen in den USA nur in sehr begrenztem und im deutschsprachigen Raum in verschwindend geringem Umfang vorhanden. Ändert sich das, wenn diese Materialien jetzt zum Standard werden?</p>
<h4>Was bleibt III &#8211; A hole in the wall?</h4>
<p>Die e-books in Kalifornien werden kommen, ob das im Sinne der Schüler und der Schule ist oder nicht. Wenn es schlecht läuft &#8211; und dafür spricht einiges &#8211; verschlechtert sich dadurch einfach die Ausstattung und der Unterricht noch ein Stück weiter. Aber vielleicht darf man darauf hoffen, dass vereinzelt die &#8220;Notmaßnahmen&#8221; zu Keimzellen von innovativer Pädagogik werden. Vielleicht gibt es einige Pädagogen, die aus der Not eine Tugend machen, wenn sie (unfreiwillig) von den Fesseln der Schulbücher befreit werden. Sie könnten entdecken, dass es ein Leben neben dem Schulbuch gibt. Und das ist das tatsächliche Leben, mit dem es sich ganz gut lernen lässt. Digitale Medien (sofern sie nicht nur pdf-Dateien sondern interaktiv sind) können,  wie <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/meyer/blog/vortrage/">Torsten Meyer</a> sagt, ein &#8220;Hole in the Wall&#8221; werden &#8211; ein Loch in der abgeschlossenen Schul(buch)welt. Durch dieses Loch kann ein Stück vom &#8220;Leben da draußen&#8221; in die Schule eindringen und umgekehrt die Schüler nach außen mit dem &#8220;echten Leben&#8221; zu tun bekommen.</p>
<h3>PS</h3>
<p>PS: Tochter N. sieht ein noch zu wenig diskutiertes Problem: &#8220;Ein Schulbuch kann man gut zerreißen, einen Computer nicht.&#8221; (Allerdings geht Tochter N. auf eine sehr gute Schule: Sie hat in ihren ersten drei Schuljahren neben Lesebüchern noch nie ein klassisches Lehrbuch gesehen.)</p>
<p>PPS: Man kommt wohl nicht um das schöne Schwarzenegger-Zitat aus &#8220;Simpsons &#8211; The Movie&#8221; herum: &#8220;<em>I was elected to lead, not to read.</em>&#8221;<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/afMsXWRWbOk&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/afMsXWRWbOk&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Googles Bildersuche rechtlich umstritten</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 15:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
				<category><![CDATA[(+) eher speziell]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder, Ästhetik]]></category>
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		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Google Bildsuche durchsucht das www nach Bilddateien, speichert eine verkleinerte Kopie davon (ein Thumbnail) auf Googles Servern und macht diese den Google-Nutzern öffentlich zugänglich. Der Künstler Thomas Horn sah darin ein Verstoss gegen das Urheberrecht. 
Das Landgericht Hamburg gab ihm im Oktober 2008 recht. Aus dem Urteil spricht aber eine gewisse Ratlosigkeit: Zwar verstösst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-124" title="Logo von Googles Bildsuche (aber nur ein Thumbnail)" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/googles-bildsuche-thumbnail-150x59.gif" alt="Logo von Googles Bildsuche (aber nur ein Thumbnail)" width="150" height="59" />Die <a href="http://images.google.de/">Google Bildsuche</a> durchsucht das www nach Bilddateien, speichert eine verkleinerte Kopie davon (ein Thumbnail) auf Googles Servern und macht diese den Google-Nutzern öffentlich zugänglich. Der <a href="http://www.psykoman.de/">Künstler Thomas Horn</a> sah darin ein Verstoss gegen das Urheberrecht. <span id="more-122"></span></p>
<p>Das Landgericht Hamburg gab ihm <a href="http://www.heise.de/newsticker/LG-Hamburg-Googles-Bildersuche-ist-urheberrechtswidrig--/meldung/117360">im Oktober 2008</a> recht. Aus dem Urteil spricht aber eine gewisse Ratlosigkeit: Zwar verstösst Google gegen das Urheberrecht, allerdings sind kaum praktikable Wege denkbar, über die eine Bilder-Suchmaschine gesetzeskonform arbeiten könnte. Und die Einstellung von Bildersuchen dürfte weder im Interesse der Nutzer noch von Künstler / Websitebetreibern noch von Google liegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, denn Google ist vor dem OLG Hamburg in Revision gegangen.</p>
<p>Wer nicht gleich das ausführliche Urteil (<a href="http://lrha.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=ha&amp;GerichtAuswahl=LG+Hamburg&amp;Art=en&amp;sid=6a5d1004935149c4f279e85ef172707b&amp;nr=2107&amp;anz=1&amp;pos=0&amp;Frame=2">AZ 308 O 42/06</a>) studierten möchte, findet eine guten Überblick im <a href="http://www.jcast.de//index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=83&amp;Itemid=12">Jura-Podcast J!Cast </a>(17 min.).</p>
<p>PS: Ironie der Geschichte: Auch im <a href="http://lrha.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=ha&amp;GerichtAuswahl=LG+Hamburg&amp;Art=en&amp;sid=6a5d1004935149c4f279e85ef172707b&amp;nr=2107&amp;anz=1&amp;pos=0&amp;Frame=2">öffentlich zugänglichen Gerichtsurteil</a> sind die Grafiken des Klägers nun als Thumbnail-Dateien veröffentlicht.</p>
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		<title>&#8220;Man muss bereit sein zu lernen&#8221; &#8211; ZEIT-Dossier Computerspiele</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 07:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
				<category><![CDATA[+ Gelegenheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit dem 3. Juni 2009 im Zeitschriftenhandel: Das ZEIT Wissen Magazin 4/09. Darin: Ein Dossier &#8220;Computerspiele&#8221;.
Das &#8220;Dossier&#8221; umfasst allerdings nur vier je 1-seitige Artikel:

Gefährlich oder gut? Verbotsforderungen lenken von den wahren Problemen ab
Von Pong bis Wii. Die Evolution der Computerspiele
Aus Spiel wird Ernst. Serious Games sollen Wissen vermitteln
Aufbauen stat Draufhauen. Warum sich Simulationsspiele gerade in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;">Seit dem 3. Juni 2009 im Zeitschriftenhandel: Das ZEIT Wissen Magazin 4/09. Darin: Ein Dossier &#8220;<em>Computerspiele&#8221;.<span id="more-72"></span></em></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das &#8220;<a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/04/Inhalt#container-Dossier">Dossier</a>&#8221; umfasst allerdings nur vier je 1-seitige Artikel:</p>
<ul style="padding-left: 30px;">
<li>Gefährlich oder gut? Verbotsforderungen lenken von den wahren Problemen ab</li>
<li>Von Pong bis Wii. Die Evolution der Computerspiele</li>
<li>Aus Spiel wird Ernst. Serious Games sollen Wissen vermitteln</li>
<li>Aufbauen stat Draufhauen. Warum sich Simulationsspiele gerade in Deutschland so gut verkaufen</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">Den ersten Artikel findet man auch <a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/2009/04/Dossier-Computerspiele-Gewaltspiele">online</a>. Die Autoren <a href="http://www.bitfaction.com/">Niels Boeing</a> und Hannes Schettler behaupten:</p>
<address style="padding-left: 60px;">Die Wissenschaft ist sich inzwischen weitgehend einig, was Computerspiele bewirken und was nicht. Verbotsforderungen aber lenken von den wahren Problemen ab.</address>
<p style="padding-left: 30px;">Eine gründliche Eröerterung dieser These wäre ein hilfreicher Beitrag zur Debatte, denn richtig ist: Nach jeder aufsehenerregenden (Jugend-)Gewalttat startet die Diskussion um den Zusammenhang zwischen Computerspielen und realer Gewalt wieder am Punkt Null. Leider haben die Autoren nicht ausreichend Platz, um mehr als die Zusammenstellung einzelner Fragmente zu liefern. Hier einige Anlaufstellen aus dem Artikel:</p>
<ul style="padding-left: 30px;">
<li>Die <a href="http://www.digarec.org/?q=mediengewalt">Längsschnittstudie von Barbara Krahé und Ingrid Möller (Potsdam)</a> widerlegt die Selektionsthese, nach der eine bereits vorhandene aggressive Haltung bei einer bestimmten Personenguppe bewirkt, dass diese sich zu Gewaltspielen hingezogen fühlen (und nicht umgekehrt).</li>
<li>Laut Peter Vorderer (<a href="http://camera.vu.nl/">Center for Advanced Media Research Amsterdam</a>) gibt es einen &#8220;weitgehenden Konsens über die aggressionsfördernde Wirkung der Computerspiele&#8221;.</li>
<li><a href="http://www.ifp.uni-mainz.de/klimmt/">Christoph Klimmt (Mainz)</a> weist daraufhin, dass i.d.R. auf Durchschnittseffekte verwiesen wird, dass aber verschiedene Spielergruppen nach ihren sozialen Umgebungen differenziert werde müssen.</li>
<li>Das hatte auch <a href="http://www.comm.ohio-state.edu/pdavid/healthcomm/people/slater.htm">Michael Slater (Ohio)</a> bereits 2003 postuliert: Die Veränderung der Aggressivität hängt davon ab, wie gut Jugendliche in Freundeskreise integriert sind.</li>
<li>Kritisch werden die Arbeiten von <a href="http://www.kfn.de/home.htm">Christian Pfeiffer (Hannover)</a> beurteilt, der seine Forschungsergebnisse zuerst an Medien und Politik weitergebe, anstatt sie im wissenschaftlichen Diskurs zur Diskussion zu stellen. Pfeiffers undifferenzierte Darstellung (&#8220;Medienverwahrlosung&#8221;, &#8220;Computerspielabhängigkeit&#8221;) sei nicht hilfreich.</li>
<li>Man weiß also inzwischen, dass Gewaltspiele aggressionsfördernd wirken <em>können</em>. Aber mit einschlägigen Verbotsforderungen wird fälschlicherweise suggeriert, dass damit der Weg zur Gewalt verstellt werde. Noch einmal Christoph Klimmt:</li>
</ul>
<address style="padding-left: 30px;">Er betont, dass Amokläufe viele Ursachen hätten, unter denen Gewaltspiele nicht einmal eine dominante Rolle spielten. »Die Amoklaufdebatte verstellt den Blick auf die wirklich ernsten Probleme der Gesellschaft«, sagt Klimmt, zum Beispiel, wie sehr sich Eltern um ihre Kinder kümmerten.</address>
<hr />
<p>PS: Einen differenzierten Überblick, zur Frage &#8220;Worum geht es überhaupt in Ego-Shootern?&#8221; findet man hier:</p>
<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/yJkyIdsaAu0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yJkyIdsaAu0&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
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		<title>Schüler, was war im Frühling 2007?</title>
		<link>http://re-learn.de/schuler-was-war-im-fruhling-2007/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 17:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frühjahr 2007]]></category>
		<category><![CDATA[google-trends]]></category>
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		<category><![CDATA[Schüler]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Ergebnis von google-Trends gibt mir ein Rätsel auf. Ideen dazu bitte als Kommentar posten.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Dieses Ergebnis von <a href="http://trends.google.com/trends?q=lehrer%2C+sch%C3%BCler&amp;ctab=0&amp;geo=de&amp;geor=all&amp;date=all&amp;sort=0">google-Trends</a> gibt mir ein Rätsel auf. Ideen dazu bitte als Kommentar posten.</p>
<p><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/google-trends-schueler-vs-lehrer.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-95" title="google-trends: Schüler vs Lehrer" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/google-trends-schueler-vs-lehrer.jpg" alt="google-trends: Schüler vs Lehrer" width="478" height="349" /></a></p>
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		<title>China Google Demokratie Tian&#8217;anmen</title>
		<link>http://re-learn.de/china-google-demokratie-tiananmen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 17:08:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
				<category><![CDATA[+ Gelegenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Meinungsfreiheit]]></category>
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		<description><![CDATA[Das chinesische Regime hatte am 4. Juni 1989 beim Tian’anmen-Massaker eine breite Volksbewegung blutig niedergeschlagen. Wo steht China 20 Jahre danach? Geht&#8217;s voran in Sachen Meinungsfreiheit und Demokratie? Die Antwort als Suchbild: Finden Sie die Fehler im rechten Bild.

 (Idee von Moe)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="240" height="148" data="http://www.youtube.com/v/9-nXT8lSnPQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/9-nXT8lSnPQ&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object>Das chinesische Regime hatte am 4. Juni 1989 beim <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tian%27anmen-Massaker">Tian’anmen-Massaker</a> eine breite Volksbewegung blutig niedergeschlagen. Wo steht China 20 Jahre danach? Geht&#8217;s voran in Sachen Meinungsfreiheit und Demokratie? Die Antwort als Suchbild: Finden Sie die Fehler im rechten Bild.<span id="more-74"></span></p>
<p><a href="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/google-cn-vs-google-de-suche-nach-tiananmen-bildern-75.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-87" title="google-cn-vs-google-de-suche-nach-tiananmen-bildern-75" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/google-cn-vs-google-de-suche-nach-tiananmen-bildern-75-480x300.jpg" alt="google-cn-vs-google-de-suche-nach-tiananmen-bildern-75" width="480" height="300" /></a></p>
<p> (Idee von <a href="http://twitter.com/Moe/status/2029594307">Moe</a>)</p>
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		<title>e-portfolios aus bildungsphilosophischer Sicht</title>
		<link>http://re-learn.de/e-portfolios-aus-bildungsphilosophischer-sicht/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 11:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildungsphilosophie]]></category>
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		<description><![CDATA[Stephan Münte-Goussar arbeitet an der Universität Hamburg zum Bereich Bildung &#38; Ökonomie, insbesondere zum Thema (e)Portfolio. Sein Vortrag aus dem April 2009 trägt den Titel &#8220;e-portfolio: Ökonomisierung des Selbst und Technik der Selbstsorge&#8221; und es gibt ihn als als Video (66 min.) hier.
Münte-Goussar thematisiert zunächst (bis 17&#8242;00) den gesellschaftlichen Kontext, Stichwort &#8220;Ökonomisierung der Bildung, hier: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-thumbnail wp-image-30 alignleft" title="Stephan Muente-Goussar trägt vor" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/muente-goussar-150x150.jpg" alt="Stephan Muente-Goussar trägt vor" width="150" height="150" />Stephan Münte-Goussar arbeitet an der <a href="http://www.epb.uni-hamburg.de/node/554">Universität Hamburg</a> zum Bereich Bildung &amp; Ökonomie, insbesondere zum Thema (e)Portfolio. Sein Vortrag aus dem April 2009 trägt den Titel &#8220;e-portfolio: Ökonomisierung des Selbst und Technik der Selbstsorge&#8221; und es gibt ihn als <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/medien-bildung/2009/04/14/eportfolio-tool-der-selbstthematisierung-fur-den-selbstunternehmer-20/">als Video (66 min.) hier</a>.</p>
<p><span id="more-15"></span>Münte-Goussar thematisiert zunächst (bis 17&#8242;00) den gesellschaftlichen Kontext, Stichwort &#8220;<a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/muente/2009/05/07/rettet-die-bildung/">Ökonomisierung der Bildung, hier: der Hochschule</a>&#8220;. Auf dieser Grundlage spricht er vom Wettbewerb um die &#8220;Ressource Aufmerksamkeit&#8221;. Münte-Goussar liest aus Georg Francks  <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21431/1.html">&#8220;Mentaler Kapitalismus&#8221;</a> vor und baut darauf sein These auf: Die Ökonomie der Aufmerksamkeit hat sich, nicht zuletzt verstärkt durch das Internet, demokratisiert, so dass nicht mehr nur Medien oder kulturelle Institutionen im allgemeinen, sondern auch jeder Einzelne damit konfrontiert ist. <a href="http://scope08.ning.com/profiles/blog/show?id=1975283%3ABlogPost%3A3301">Norbert Bolz: &#8220;Brand Yourself!&#8221;</a> folgend spricht er von der <em>Vermarktung des eigenens Selbsts</em>.</p>
<p>Münte-Goussar treibt die Idee der &#8220;Selbstökonomisierung&#8221; weiter und bringt nun (bei 37&#8242;45)  das e-portfolio ins Spiel: In einer skizzierten Vision (falsch zitiert, ist nämlich nicht von Himpsl, sondern von <a href="http://blog.rpi-virtuell.net/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=786&amp;blogId=2">Julia Born</a>) richten Eltern bei der Geburt eines Kindes ein e-portfolio ein, das lebensbegleitend private, schulische und berufliche Materialien sammelt. Je nach Verwendungszweck können dann einzelne Teile daraus zusammengestellt und an den jeweiligen Adressaten freigegeben werden. So kann z.B. die Großmutter die Kinderfotos sehen, der Arbeitgeber Bewerbungsunterlagen sichten und das Unternehmen den Überblick über das Humankapital entwickeln. Kurz stellt Münte-Goussar bestehende Software-Lösungen vor: Die Software <a href="http://mahara.org/">Mahara</a> ist ein Open-Source-Projekt, was &#8220;sich von außen von StudiVZ nicht unterscheidet&#8221;. Der <a href="http://www.profilpass-online.de/">ProfilPass</a> ist dagegen formalisierter, so dass Arbeitgeber hier Profile nach bestimmten Kompetenzen filtern können. &#8220;Jede Arbeitsagentur hat solche Systeme.&#8221; Münte-Goussar skizziert die Relevanz solcher Systeme vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitswelt, in der die <a href="http://blog.rpi-virtuell.net/index.php?op=ViewArticle&amp;blogId=2&amp;articleId=789">Wissensarbeit</a> zunehmend an Bedeutung gewinnt.</p>
<p>Im &#8220;Wettbewerb der Talente&#8221; kommt es nicht mehr nur auf die Entwicklung der eigenen Kompetenzen, auf das eigene Humankapital an, sondern auch 1. auf dessen <em>Sichtbarkeit</em>, 2. auf die <em>Selbstbestimmung / Selbststeuerung</em> des eigenen Lernprozesses, 3. die <em>Brückenfunktion </em>zwischen Selbst- und Fremdbetrachtung an. Hier kann das e-portfolio unterstützen.</p>
<p>Abschließend (52&#8242;30) wechselt Münte-Goussar wieder auf die kontextuelle Ebene. Er bezieht sich auf <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/medien-bildung/2009/04/06/bildung-visualitat-subjektivierung-sichtbarkeiten-und-selbstverhaltnisse-im-partizipativen-web/">Benjamin Jörissen</a> bzw. auf Foucaults <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panopticon">Panopticon</a> und fordert zum Blickwechsel auf: Es geht nicht (nur) um die Unterwerfung unter den fremden Blick, sondern (auch) um eine aktivierende, individualisierende Selbstkontrolle. Oder wieder mit Foucault gesprochen: <em>Selbstsorge</em>. Ein zentrales Mittel für diese <em>Selbstsorge</em> oder <em>Selbststeuerung</em> ist  das Schreiben über sich selbst bzw. über das Selbst in der Welt (<em>Hypomnemata</em>). Münte-Goussar zitiert (<a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/muente/files/2007/05/wimmer_text_master_2.pdf">an anderer Stelle ausführlich</a>) Foucault: <em>&#8220;[...] hypomnemata [hat] eine sehr genaue Bedeutung. Das ist ein Heft, ein Notizbuch. Genauer gesagt war diese Art Notizbuch zur Zeit Platons zum administrativen und persönlichen Gebrauch in Mode. Diese neue Technologie war genauso revolutionär wie die Einführung des Computers ins persönliche Leben. [...] In diese Hefte trug man Zitate, Auszüge aus Werken oder Beispiele von Handlungen ein, deren Zeuge man geworden war oder von denen man eine Darstellung gelesen hatte, sowie Reflexionen oder Überlegungen, die einem zu Gehör oder in den Sinn gekommen waren. Sie stellten ein materielles Gedächtnis der gelesenen, gehörten oder gedachten Dinge dar und machten aus diesen Dingen einen aufgehäuften Schatz für das spätere Wiederlesen und Meditieren. Sie bildeten auch ein Rohmaterial für das Schreiben systematischerer Abhandlungen, in denen man die Argumente und Mittel bereitstellte, um gegen diese oder jene Schwäche [...] zu kämpfen oder aber um ein Hemmnis [...] zu überwinden.&#8221;</em></p>
<p>Und wenn das nicht eine erstaunlich interessante Beschreibung für ein e-portfolio ist!</p>
<p><strong>Fazit: </strong>Das Video eignet sich keinesfalls für den praktischen Einstieg in das Thema e-portfolio. Man muss Münte-Goussar bis zum Ende folgen, um eine Idee davon zu bekommen, was ein e-portfolio sein kann &#8211; nicht in praktisch-technischer, sondern in bildungsphilosophischer Bedeutung.</p>
<p>Was fehlt ist die Gegenüberdarstellung dieses positiven Ideals des autonomen, selbstsorgenden Individuums mit den zu Beginn skizzierten Sorgen um eine im <a href="http://mms.uni-hamburg.de/blogs/medien-bildung/2009/04/14/eportfolio-tool-der-selbstthematisierung-fur-den-selbstunternehmer-20/">Ankündigungstext</a> sog. &#8220;neoliberalen Technologie des Selbst&#8221;.</p>
<p>PS: Das ebenfalls veröffentlichte Video zur an den Vortrag anschließenden Diskussion kann man getrost ignorieren. Die Fragen sind nicht zu verstehen, der inhaltliche Gehalt ist nicht nennenswert.</p>
<p>PPS: Wer mehr lesen will, dem sei der <a href="http://blogs.epb.uni-hamburg.de/muente/ Blog">Blog von Stephan Münte-Goussar</a> empfohlen.</p>
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		<title>Tool zur Aufzeichnung von Präsentationen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 10:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lecture2Go ist ein Lecture-Recording-Systemen, das an der Uni Hamburg entwickelt wird. Es vereint die synchrone Aufzeichnung von Video und Audio sowohl des Vortragenden als auch seiner Präsentation. Das Ergebnis kann dann im Flashformat veröffentlich werden. Mehr Infos &#8230;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Lecture2Go ist ein Lecture-Recording-Systemen, das an der Uni Hamburg entwickelt wird. Es vereint die synchrone Aufzeichnung von Video und Audio sowohl des Vortragenden als auch seiner Präsentation. Das Ergebnis kann dann im Flashformat veröffentlich werden. <a href="http://www.rrz.uni-hamburg.de/publikationen/rz-memobenutzerzeitung/ausgabe-20081/mobiles-lecture-recording.html">Mehr Infos &#8230;</a></p>
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		<title>Stümper wollen die Kultur-Aristokratie stürzen!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 22:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Die Stunde der Stümper. Wie wir im Internet unsere Kultur zerstören&#8221; heißt das Buch von Andrew Keen. Bei shortbooks.de gibt es eine Zusammenfassung als podcast (direkter mp3-Download ist nur über diesen Umweg möglich &#8211; oder wenn man den podcast abonniert).

Man gewinnt schnell den Eindruck, dass Keen v.a. eine Marktlücke besetzen wollte. Inmitten des Web 2.0-Hypes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-28" title="cover-stunde-der-stuemper" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/cover-stunde-der-stuemper.jpg" alt="cover-stunde-der-stuemper" width="120" height="197" />&#8220;<em>Die Stunde der Stümper. Wie wir im Internet unsere Kultur zerstören</em>&#8221; heißt das <a title="Buch bei amazon.de" href="http://www.amazon.de/Stunde-Stümper-Internet-unsere-zerstören/dp/3446415661/">Buch von Andrew Keen</a>. Bei <a href="http://www.shortbooks.de/SB/Shop/obj/book/boShowBook.cfm?pk=1468">shortbooks.de</a> gibt es eine Zusammenfassung als podcast (direkter mp3-Download ist nur <a href="http://feedproxy.google.com/~r/shortbooks/podcast/~5/ky3OgljKaLk/1468.mp3">über diesen Umweg</a> möglich &#8211; oder wenn man <a href="http://feeds.feedburner.com/shortbooks/podcast">den podcast abonniert</a>).</p>
<p><span id="more-12"></span></p>
<p>Man gewinnt schnell den Eindruck, dass Keen v.a. eine Marktlücke besetzen wollte. Inmitten des Web 2.0-Hypes polemisiert er gegen das demokratische also stümperhafte Netz: Die Wikipedia ist voller Fehler, YouTube voller Idioten, Blogs voller Manipulation und natürlich das WWW allgemein voller Terroristen, Kinderpornografie und wahlweise verdummender oder bösartiger Werbung. Keen versucht, seinen aristokratischen Kulturbegriff gegen die Verheißungen des Web 2.0 zu verteidigen. Leider ist das alles wenig originell und nie überzeugend. Die Kulturkritik ist ziemlich 1.0, der zugrundliegende Kulturbegriff eher 0.1.</p>
<p>Was der <a href="http://www.hanser.de/buch.asp?isbn=978-3-446-41566-9&amp;area=Wirtschaft">Verlag über das Buch</a> schreibt, findet sich unten:</p>
<p><em>Das Internet und besonders das Web 2.0 sind ein Segen für die Meinungsfreiheit, so heißt es: Endlich können alle bestimmen, worüber diskutiert wird &#8211; nicht nur wenige Experten, Top-Journalisten und wortgewaltige Autoren, die das Meinungsmonopol für sich beanspruchen.</em></p>
<p><em>Doch was haben wir uns da eingehandelt? Forumsbeiträge, die vor Dummheit und falschen Fakten strotzen, und an Idiotie kaum zu überbietende Videoclips bei YouTube.</em></p>
<p><em>Es kommt noch schlimmer:</em></p>
<p><em>- Politische Splitterparteien und verschrobene Wirrköpfe maskieren sich immer häufiger als harmlose Blogger, um demokratiefeindliche Hetzkampagnen zu verbreiten. Betroffene können sich kaum dagegen wehren.<br />
- Unternehmen betreiben auf subtile Weise &#8220;virales Marketing&#8221;, um ihre Produkte von vermeintlich begeisterten Kunden empfehlen zu lassen.<br />
- Clevere Lobbyisten mischen sich unter falscher Identität in Diskussionen ein, um ihre fragwürdigen Interessen durchzusetzen.</em></p>
<p><em>Wir befinden uns auf einem gefährlichen Irrweg, sagt Andrew Keen: Wo Halbwissen und blanke Lügen herrschen statt verlässlicher Information, da fehlt auch die Basis für vernünftige und tragfähige politische Entscheidungen, da ist unsere Kultur in ihren Grundfesten erschüttert.</em></p>
<p><em>Ein scharf formuliertes Plädoyer gegen die absurden Auswüchse der großen Verdummungsmaschine, die sich Internet nennt. </em></p>
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		<title>Wider die Ideologen des Internets!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 21:42:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jmm</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIE ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpessimismus]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperren]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE ZEIT vom 28.05.2009 macht mit dem Thema Internet auf und fragt auf dem Titel &#8220;Was darf das Internet?&#8221;. Die Antwort gibt Heinrich Wefing: Wider die Ideologen des Internets!
Die Freiheit im Netz ist wichtig. Und doch muss das Internet endlich allen Regeln des Rechtsstaats unterworfen werden. &#8230; [weiterlesen bei zeit.de]
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-132" title="die-zeit-was-darf-das-internet" src="http://re-learn.de/wp-content/uploads/2009/06/die-zeit-was-darf-das-internet.jpg" alt="die-zeit-was-darf-das-internet" width="160" height="116" />DIE ZEIT vom 28.05.2009 macht mit dem Thema Internet auf und fragt auf dem Titel &#8220;Was darf das Internet?&#8221;. Die Antwort gibt Heinrich Wefing: Wider die Ideologen des Internets!<br />
<em>Die Freiheit im Netz ist wichtig. Und doch muss das Internet endlich allen Regeln des Rechtsstaats unterworfen werden. </em>&#8230; [<a href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Grenze">weiterlesen bei zeit.de</a>]</p>
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